Skip to content
Baselbieter Wiesentouren

Rumenagger

Bewirtschafter: Burgerkorporation Dittingen; Forstrevier Chall

Warum findet man im Wald immer wieder Spuren einer einstigen landwirtschaftlichen Nutzung?

Antwort

Die flache Waldstelle hier wird zum ersten Mal im Jahr 1585 als "Rumenackher" schriftlich erwähnt. Eine mögliche Übersetzung dafür ist "Acker mit krustigem Boden". Früher war man froh um alle Böden mit flacher Neigung, weil diese einfacher zu bewirtschaften sind als steile Böden. Wenn sie dazu noch wie der Rumenagger tiefgründig sind, also viel Humus und wenig Steine enthalten, sind sie auch für den Ackerbau nutzbar.

Offenbar wurde den Leuten im Dorf der steile Weg zu diesem Acker aber irgendwann zu mühsam. Alte Karten zeigen, dass hier und "Auf der Egg" zwischen 1877 und 1917 Wald zu wachsen begann. Auch heute noch werden Landwirtschaftsflächen aufgegeben und dem Wald überlassen, weil sie schwer zugänglich sind.

Früher war die landwirtschaftlich genutzte Fläche viel grösser und auch der Wald wurde oft beweidet.

Quellen:

vorheriger Postennächster Posten